
Die Mongol Rally ist eine Wohltätigkeitsrallye und wird in drei verschiedenen europäischen Städten gestartet – in London, Barcelona und Mailand. Das Ziel liegt 16'000 Kilometer östlich in Ulan Bator, der Hauptstadt der Mongolei. Neben der äusserst anspruchsvollen Fahrt in die Mongolei kommt bei dieser Rallye eine beachtliche Summe zusammen, die verschiedenen Hilfsorganisationen in der Mongolei zufliesst. Zusätzlich werden alle Rallye-Fahrzeuge, die die Hauptstadt Ulan Bator erreichen, bei Ankunft den Hilfsorganisationen für ihre vielseitigen Tätigkeitsbereiche übergeben.
Die erste Mongol Rally fand 2004 statt. In den ersten Jahren waren es nur relativ wenige Teams, die die 16'000-km-Abenteuerreise antraten. Inzwischen erfreut sich diese Wohltätigkeits-Rallye von Jahr zu Jahr einer immer grösseren Beliebtheit. Im Jahre 2007 wurde die « The Adventurists International Ltd. » gegründet, die sich nun professionell mit der Organisation und Durchführung der Mongol Rally befasst und ihr einen immer grösseren Stellenwert zukommen lässt. In der Zwischenzeit fahren über 300 Teams mit und die begehrten Startplätze sind innerhalb kurzer Zeit vergeben. Teilnehmende Fahrzeuge dürfen nicht mehr als 1'200 ccm Hubraum aufweisen. Mit einer zusätzlichen Spende von £100.– pro 100 ccm kann diese Regelung allerdings « ausgeweitet » werden. Ausserdem darf das Fahrzeug nicht älter als 10 Jahre sein. Dies ist eine staatliche Vorschrift für den Fahrzeugimport in die Mongolei.
Die Route
Die Organisation schlägt verschiedene Routen für die Reise in die Mongolei vor. Die kürzeste führt durch viel Wüste und wird deshalb von den Teilnehmern auch als die langweiligste beurteilt. Deshalb entscheiden sich die meisten Teams für die Route, die südlich vom Kaspischen Meer durch Aserbaidschan, Iran, Turkmenistan, Usbekistan, Kirgistan und schliesslich durch Kasachstan führt. Eine einzige Bedingung ist, den Checkpoint in Prag (Tschechien) zu passieren. Die Rallye dient ausschliesslich wohltätigen Zwecken, weshalb keine Zeitmessungen erfolgen und auch die Reihenfolge der Zieleinfahrt in Ulan Bator keine Bedeutung hat.
Mongol Rally 2010 – Freelander 1
An der Rallye 2010, die am 24. Juli 2010 an den Start geht, wird auch ein Land Rover Freelander 1 teilnehmen. Der in Zürich wohnhafte Nick Eger und seine Partnerin Beatrice Hofer werden diese anspruchsvolle Reise ab Mailand mit dem Team-Namen « The Lost and the Curious » wagen und damit die Hilfsorganisationen in der Mongolei wesentlich unterstützen. « Fasziniert von der Idee, ein wahrhaftig einmaliges Reiseerlebnis mit der Unterstützung von grossartigen Hilfsprojekten zu kombinieren, liessen wir uns auf die Warteliste für einen der äusserst beliebten Startplätze der Mongol Rally 2010 setzen. Gross war die Überraschung, als bereits nach ein paar Tagen die Zusage der Organisation eintraf. Nun werden wir mit diversen Aktivitäten Spendengeld sammeln, mindestens £ 1'000.–, und den Land Rover Freelander 1 unversehrt in die Mongolei überführen, damit er dort im Anschluss den Hilfsorganisationen für weitere karitative Einsätze zur Verfügung steht », erzählt uns Nick Eger mit seinem ansteckenden Enthusiasmus gepaart mit einem gewissen Respekt vor der grossen Reise.
Wie spende ich?
Unter der website www.trackscout.ch/mongolrally können Sie auswählen, welches Hilfswerk Sie unterstützen möchten, und geben unter « sponsor me now » direkt den gewünschten Betrag ein.
Mercy Corps
Das Leben in der Mongolei wird zunehmend härter für die ländlichen Nomaden. Beim Versuch, mit der modernen Welt mitzuhalten, verlieren ganze Kommunen ihre Handfertigkeiten und somit das Einkommen, um ihre Familien zu ernähren. Mercy Corps hat zum Ziel, die Nomadengemeinschaften zu einem unabhängigen und nachhaltigen Leben zurückzuführen.
CYPPD – Children and Young People's Protection and Development
CYPPD ist eine private Organisation in der Mongolei, die seit 2002 Jugendliche in allen Belangen unterstützt. Die Organisation hat ihren Sitz in Ulan Bator. Die Mitarbeiter von CYPPD schützen obdachlose Kinder und Jugendliche, Kinder, die missbraucht werden, sowie Opfer des Sexualhandels oder der Kinderarbeit.
www.childrensprotectionmongolia.org
CNCF – Christina Noble Childrens Foundation
Die CNCF leitet eine Reihe von Projekten, um benachteiligten Kindern eine Chancengleichheit zu bieten. Die Spenden der Mongol Rally werden in das « Blue Skies Ger Village » in Ulan Bator fliessen.